Kritik an der Stadtplanung

Wir erheben Einspruch gegen den Bebauungsplan 04.30.0 – „Papiermühlgasse / Wiener Straße“ – IV. Bez., KG Lend im Grazer Gemeinderat und fordern, dass dieser nicht genehmigt wird.

Informationen

Einspruch

Als parteiunabhängige Bürgerinitiative erheben wir Einspruch und fordern eine Herabsetzung der Bebauungsdichte sowie eine alternative Zufahrt zu der geplanten Wohnsiedlung. Insbesondere fordern wir, dass im Flächenwidmungsplan verankert wird, dass die Papiermühlgasse weiterhin nur für Radfahrer und Fußgänger passierbar bleibt.

Wir verlangen, dass der Bebauungsplan 04.30.0 – „Papiermühlgasse / Wiener Straße“ – IV. Bez., KG Lend vom Grazer Gemeinderat nicht genehmigt wird sowie einen Neustart des Projektes unter Einbeziehung der Anrainer.

Wir bestehen auf die Überarbeitung des Satzes (.B/4 Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses) „Die Stadt erkennt die Entscheidungen innerhalb der städtebaulichen Rahmenbedingungen als verbindlich an und unterstützt die Investoren im weiteren Verfahren“ sowie die Änderbarkeit des Flächenwidmungsplans.

Begründungen

  • Es erfolgte keine Einbindung der Anwohner
  • Die Anrainer wurden falsch Informiert. Auf den Entwürfen und Plänen sind unter anderem Flächen als Grünraum ausgewiesen, welche bereits bebaut sind
  • Es wurden bereits zahlreiche Wohnbauprojekte in unserer Umgebung umgesetzt und die Bebauungsdichte ist viel zu hoch
  • Zumindest ein Teil des Grundstückes (der Grazer Wechselseitigen Versicherung) sollte für die Öffentlichkeit zugänglich sein
  • Es werden den Bewohnern, Mitarbeitern und Schülern keine Grünflächen oder Erholungszonen geboten
  • In der Auslobung des Architekturwettbewerbs werden Grundstücke im Privatbesitz so behandelt, als ob sie der Grazer Wechselseitigen bereits gehören und diese abgerissen werden würden: Zitat aus der S. 15 der Auslobung: „Für den Bebauungsvorschlag sind diese Gebäude als Abbruch zu berücksichtigen, sodass von einem unbebauten Grundstück ausgegangen werden kann.“
  • Erhöhte Emissions- und damit verbundene Feinstaubbelastung durch vermehrten Verkehr in den Wohnsiedlungen
  • Verminderung der Verkehrssicherheit
  • Verstärkung der Lärmbelästigung
  • Verminderung der Lebensqualität